Ramadan
Religiös

Der Ramadan beginnt, sobald erstmals nach dem Neumond die Mondsichel zu erkennen ist. Aufgrund des kürzeren islamischen Kalenders schiebt sich diese Zeit immer weiter in die Sommermonate, so dass dieses Ereignis auch immer mehr von Touristen verfolgt werden kann.
Der Fastenmonat Ramadan dauert 30 Tage.Während dieser Zeit darf tagsüber nichts gegessen oder getrunken werden. Abends jedoch wird gefeiert. Nach Sonnenuntergang zieht ein Muezzin mit einem Gebet durch die Stadt und ein Kanonenschuss gibt das ersehnte Zeichen zum Fastenbrechen. Kurz vor Sonnenaufgang zieht ein Trommler durch die Straßen und weckt die Schlafenden, um an die Möglichkeit der letzten Nahrungsaufnahme vor Beginn der Fastenstunden zu erinnern. Dann wird gefeiert, gegessen und getrunken bis zum Sonnenaufgang.
Das festliche Gelage beginnt mit Datteln oder einem sorbetähnlichen Aprikosengetränk namens kamar el-din. Dieser Vorspeise folgt das äußerst üppige Mahl, iftar genannt. An Schlaf, außer einem kurzen Nickerchen, denken danach die wenigsten. Die Kinder ziehen vielmehr mit bunten Lampions durch die Straßen und es wird viel gebetet. Wichtigste Nacht ist die Laylet el Kadr, die Nacht der ersten Offenbarung. Es ist die 27. Nacht des Fastenmonats.
Wirtschaftlich betrachtet ist der Ramadan für die arabischen Länder eine Katastrophe. Die ohnehin schon geringe Produktivität fällt dann auf ein absolutes Minimum. Die Preise für Fleisch und Gemüse schießen in die Höhe, weil der hohe Konsum zum teuren Import zwingt. Der wöchentliche Ruhetag ist der Freitag, wobei Banken freitags und samstags, der Handel allerdings sonntags geschlossen hat. Die Termine der islamischen Feste richten sich nach dem Mondkalender und verschieben sich jedes Jahr um elf bis zwölf Tage nach vorn.
- Zielgebiete Ägypten












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