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Andalusien

Ursprung und kurze Geschichte

Ursprünge
Das heutige Andalusien ist stark geprägt von arabischen Einflüssen. Jahrhunderte lang waren die Mauren Herrscher dieses einzigartigen Landstriches im Süden Spaniens. Bis ins 15. Jahrhundert hinein entwickelte sie die islamische Kultur mit all ihren Facetten. Besonders großen Einfluss übten die Nasriden aus. Sie waren es auch, die auf den Hügeln Granadas den maurischen Königspalast, die berühmte Alhambra, errichteten. Zehn Jahre lang kämpften sie mit Erfolg gegen die Heerscharen der katholischen Könige Ferdinand und Isabella, bis die letzte Bastion der Kinder Allahs auf der Iberischen Halbinsel fiel.

Mit der Übergabe der Stadt Granada war der Siegeszug des Islam in Europa endgültig gestoppt. Die Mauren hinterließen eine Stadt, in der sie in Jahrhunderten eindrucksvolle Bauwerke geschaffen hatten. Und sie hinterließen ein Land, das sie mit ihrer Kultur maßgeblich beeinflusst hatten. Die lange Periode maurischer Herrschaft mit ihren zahllosen Gelehrten, Schriftstellern und Baumeistern nutzte ganz Spanien. Vom „Goldenen Zeitalter” ist heute die Rede.



spanien urlaub andalusien granadaSpanisches Königreich
Schon um 20 000 v. Chr. ist Andalusien besiedelt. In der Nähe von Ronda gibt es erste Höhlenmalereien. Um 3000 v. Chr. wandern die Iberer, die eigentlichen Ureinwohner Spaniens, aus Nordafrika ein. Die Phönizier folgen und später - im Jahre 1000 v. Chr. - kommen die Griechen. Den Griechen folgen wiederum die Karthager, die die andalusischen Handelsplätze beherrschen. 206 v. Chr. wird der Karthager Hannibal von den Römern besiegt.

Im 5. und 6. Jahrhundert wird Iberia von den Westgoten besiegt. Es entsteht ein spanisches Königreich. Ab 711 erobern die Mauren große Teile Andalusiens. Das selbständige Emirat Al- Andalus mit der Hauptstadt Cordoba wird 756 gegründet. Das andalusische muslimische Spanien erlebt eine Blütezeit im Handel, Handwerk und der Kunst. 1212 wird das Emirat erfolgreich von den Christen zurückerobert.

Cordoba und Sevilla fallen, nur Granada bleibt als maurisches Königreich bis 1492 erhalten. Am 3.8.1492 startet Christoph Kolumbus von Palos bei Huelva zur Atlantiküberquerung und entdeckt Amerika. Als er am 15.3.1493 zurückkommt, schleppen seine Leute die Syphilis nach Europa ein.

Im Jahre 1808 besetzt Napoleon Spanien. 1898 verliert das Land seine letzten großen Kolonien Kuba, die Philippinen, Puerto Rico und hat somit nur noch Besitzungen in Nordafrika.


Vom Bürgerkrieg bis heute
Von 1923 bis 1930 herrscht die Diktatur des Generals Primo de Rivero in Spanien. 1931 geht der Großvater des heutigen spanischen Königs Juan Carlos, König Alfonso XIII., ins Exil nach Rom. 
Die zweite Spanische Republik wird von einer linken Volksfront regiert. Von Andalusien aus leitet General Franco 1936 den militärischen Aufstand, der bis 1939 andauert. Hemingway nimmt als Kriegsberichterstatter am Bürgerkrieg teil, Franco siegt. Bis zu seinem Tod 1975 herrscht Caudillo Franco mit eiserner Willkür. Ihm folgt im Jahre 1975 Juan Carlos und wird damit König von Spanien.

Ab 1982 ist Sevilla regionale Hauptstadt für die acht andalusischen Provinzen. Spanien wird NATO-Mitglied und 1986 auch Mitglied der EU. 1992 findet die Weltausstellung EXPO in Sevilla statt. Im Jahre 1996 wird José Maria Aznar neuer Präsident Spaniens und 2000 wiedergewählt. Mit der Währungsunion 2002 löst der Euro die spanische Pesete ab.

Bei den Präsidentschaftswahlen im März 2004 tritt Zapatero die Nachfolge Aznars an und die Sozialisten kommen wieder an die Macht. Der konservativen Regierung Aznars wurde dabei vor allem Ihre Ansicht zur Tatbeteiligung der ETA bei den Anschlägen vom 11. März 2004 zum Verhängnis. Die nächsten Wahlen werden im Mai 2008 stattfinden.


Zielgebiete Spanien
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