Fuerteventura
Geschichte

Ursprünge
Kultururlauber oder Bildungsreisende werden von Fuerteventura eher enttäuscht berichten. Eine nennenswerte Geschichtsschreibung gibt es erst seit ca. 1600. Adelige und Geistliche herrschten als Majoreros (Ureinwohner). Die Küste wurde immer wieder von Freibeutern überfallen.
Militärherrschaft
1837 endete die Lehnsherrschaft. Die Kanaren wurden zur Freihandelszone erklärt, und Fuerteventura erlebte einen wirtschaftlichen Aufschwung durch den Export von Soda, Kalk und Farbstoff. Die Militärherrschaft über die Insel wurde 1859 aufgelöst und Puerto de Cavras die neue uns jetzige Hauptstadt der Insel. 1912 wurden den Kanaren die Selbstverwaltungsrechte (Cabildo Insular) zugestanden. Seit 1927 ist Fuerteventura Teil der spanischen Provinz Gran Canaria.
Heute
1967/68 begann die Entwicklung des Fremdenverkehrs. 1975 wurden 4.500 spanische Fremdenlegionäre nach Puerto del Rosario verlegt. In den darauf folgenden Jahren führten die Legionäre ein Schreckensregime, bei dem ein Bürgermeister und der Inselpräsident ermordet wurden.
1982 spricht man den Kanarischen Inseln die Autonomie zu und vier Jahre später, im Jahre 1986, wird Spanien und somit die Kanaren Mitglied der EU. Die Kanaren behalten jedoch ihren Sonderstatus.
Der Fremdenverkehr wird 1990 zur wichtigsen Einnahmequelle der Insel. Die Bautätigkeiten erreichen ihren Höhepunkt. Die Fremdenlegion wird 1996 wieder von Fuerteventura abgezogen. 2002 wird das touristische Rekordjahr der Kanaren: das erste Mal bereisen mehr als zehn Millionen Touristen die Inselgruppe.