Familienurlaub
Menorca - Spaß total

Ursprüngliche Landschaft, naturbelassene Buchten, traumhafte Sandstrände - Menorca ist ein Paradies für große und kleine Entdecker. Schade, dass sich diese Baleareninsel bislang noch nicht als Familientipp durchgesetzt hat.
Denn hier lässt sich alles ideal miteinander verbinden. Kinder erleben spannende, abwechslungsreiche Tage, Eltern genießen die Ruhe und Erholung, die sie so dringend brauchen. Und alles ist super schnell erreichbar, denn Menorca ist nur etwa zwei Flugstunden von Deutschland entfernt.
Mit bis zu 48 Kilometer Länge und ca. 20 Kilometer Breite ist Menorca die zweitgrößte Insel der Balearen. Ihre Nordküste ist stark zerklüftet und weniger touristisch erschlossen als die sanftere Südküste oder die südlichen Abschnitte der Ost- und Westküste. Menorca beeindruckt vor allem durch eine intakte Natur, zauberhafte Buchten mit kristallklarem Wasser, Pinienwälder, die bis ans Meer reichen, romantische Täler und von Trockenmauern umgebene Felder. Neben der Landwirtschaft ist der Tourismus eine der wichtigsten Erwerbsquellen für die Menorquiner. Naturschutz wird auf Menorca groß geschrieben. Als einzige der Baleareninsel wurde sie 1993 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Und für 80 Prozent der Küste besteht ein striktes Bebauungsverbot.
Insel der Abenteuer
Der längste Strand Menorcas, die Playa de Son Bou, erstreckt sich über knapp drei Kilometer an der südlichen Inselmitte entlang. Mit seinem goldgelben feinen Sand, den Dünen und einer sanft ins Meer abfallenden Küste, ist er wie geschaffen für einen Familienurlaub. Ob Sandburgenbau oder Piratenschatzsuche, ob Planschen im Wasser oder erste Schnorchelversuche, die Playa de Son Bou ist ein absolutes Bade- und Kinderparadies.
Aber auch die älteren Sprösslinge und erwachsenen Familienmitglieder fühlen sich auf Menorca wohl. Zum Beispiel an Menorcas Vorzeigestrand Cala Galdana, der von den Einheimischen „Perle des Mittelmeers“ genannt wird. Die Sandbucht liegt halbmondförmig in hohe Kalksteinfelsen eingebettet und ist umgeben von zahlreichen Pinienbäumen, die Schutz vor der heißen Sonne bieten. Wassersportler, vor allem Surfer, Segler oder Wellenreiter, finden die besten Reviere vorrangig in den Ferienzentren Punta Prima, Cala n´ Bosch oder Fornells.

Nemos Welt
Viele weitere bezaubernd schöne Badebuchten sind teilweise nur mit dem Boot oder zu Fuß erreichbar, lassen aber die Herzen aller Sonnenanbeter höher schlagen. Im kleinen Hafen von Cala n´ Bosch starten täglich Ausflugsboote (wahlweise zwei-, vier- oder 8-stündige Fahrten) zu den unbebauten Naturstränden der Südküste. Die Touren sind besonders für Kinder ein abwechslungsreiches Erlebnis. Bieten sie doch Gelegenheit, ihr Urlaubsparadies vom Wasser aus zu entdecken.
Aber nicht nur das: Mit einem Schnorchelgang in einer der geschützten Buchten lässt sich auch die Unterwasserwelt hautnah erleben. Wer dies lieber trockenen Fußes tun möchte, sollte sich in Mahón, der Hauptstadt der Insel, zu einer Rundfahrt mit einem Glasbodenboot entschließen, um einen Blick auf die Seegraswiesen und deren Bewohner zu werfen. Ebenso eindrucksvoll: Im größten Naturhafen des Mittelmeers gehen neben Fährschiffen aus Barcelona imposante Luxusliner, elegante Segelschiffe und traumhafte Yachten vor Anker.
Insel-Streifzüge
Noch mehr Entdeckungen lassen sich auf einer Inselrundfahrt machen, egal ob privat oder als geführte Tour. Denn Menorca ist nicht nur ein Badeparadies sondern auch eine archäologische Schatztruhe. Überall auf der Insel existieren prähistorische Monumente und machen sie zu einem vorgeschichtlichen Freilichtmuseum. Eindrucksvoll sind vor allem die bis zu 10 m hohen, zumeist runden Steintürme, auch talaiots genannt, die in der Zeit zwischen 2000 und 800 v. Chr gebaut wurden. Man nimmt an, dass sie unter anderem als Wach- und Aussichtstürme dienten. Den höchsten Turm findet man bei Torrellonet.
Rätsel geben auch die T-förmig errichteten riesigen Steinplatten auf, deren Bedeutung bis heute nicht geklärt ist. Über 30 solcher taules existieren noch auf Menorca. Als Abschluss eines Insel-Streifzuges empfiehlt sich ein Einkaufsbummel oder Restaurantbesuch in Mahón oder Ciutadella, der zweitgrößten Stadt Menorcas.
Die kinderfreundlichsten Strände und Badebuchten:
-: Flach abfallender Strand im Süd-Osten der Insel.
Arenal d´en Castel: Liegt geschützt und ist ebenfalls flach abfallend.
Cala Galdana: Landschaftlich reizvolle Badebucht mit Schatten spendenden Pinien
Playa de Son Bou: Weitläufiger Strand und mit drei Kilometern der längste der Insel












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