Teamleitung in der Animation
Karriere unter der Sonne

Interview mit Nelly Haenchen
- 29 Jahre
- ausgebildete Sport- und Fitnesskauffrau
- lizenzierte Fitness-Trainerin
- seit 5 Jahren im alltours Animationsteam
- seit 4 Saisons Teamleiterin
Wieso bist Du Animateurin geworden?
Nach Abschluss meiner Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau und langjähriger Erfahrung in den Bereichen Fitness und Sport in Deutschland hatte ich mich dazu entschlossen, das triste Deutschland zu verlassen um in einem Sporthotel im Ausland meinem Beruf weiter nach zu gehen. Inspiriert wurde ich witzigerweise damals durch ein Video von Bill Blanks, der in der Dominikanischen Republik am Strand Thai Bo unterrichtet hatte. In meinem Freundeskreis bekam ich den Tipp, mich doch einfach mal bei verschiedenen Reiseveranstaltern zu bewerben. A wie alltours war die erste Homepage, die ich aufsuchte. Habe dort sehr schnell einen Bewerbungsbogen ausgefüllt und wurde auch gleich 2 Tage später von alltours kontaktiert und zu einem Casting eingeladen. Nach diesem Casting war schnell klar, dass es sich hierbei nicht nur um Fitness im Ausland handelt, sondern dass dieser Traumjob als Animateur noch vieles mehr mit sich bringt und mein Fitnessbereich nur zu einem Schwerpunkt neben vielen weiteren interessanten Tätigkeiten wird.
Kannst Du Dich noch an Deine erste Saison erinnern?
Mein Einstieg in die Animation war sehr schön. Ich erinnere mich immer wieder gerne daran zurück, wie ich damals als Animateurin in Griechenland von meinem Team empfangen wurde. Ein richtiges Empfangskomitee hatte mich erwartet und mit einer La Ola-Welle begrüßt. Die erste Zeit verging damals unheimlich schnell. In der ersten Saison lernt man viel Neues kennen und ist ständig in Bewegung. Neue Umgebung, neue Menschen, andere Sprachen und Kulturen und dann dieser wahnsinnig abwechslungsreiche Job, der jeden Tag etwas Neues verlangt. Zu meinem Fitnessprogramm kamen die alltäglichen Abendshows. Um sich darauf vorzubereiten habe ich mir oft die Nächte damit um die Ohren geschlagen, neue Texte und Tänze zu lernen. Da ist man schon manchmal an seine Grenzen gekommen.
Welche Länder hast Du durch die Animation kennen gelernt?
Eingesetzt wurde ich auf der schönen griechischen Halbinsel Chalkidiki, im Süden von Fuerteventura, auf dem Minikontinent in Entenform - Teneriffa, auf dem schönen Mallorca, im Land der Pharaonen - Ägypten und auf der Feuerinsel Lanzarote.
Was macht Dir am meisten Spaß?
Die meisten Animateure lieben den großen Applaus, bei und nach den Abendshows sowie das Feedback von den Gästen. Jedoch steht der Applaus bei mir etwas weiter hinten an. Mir macht es am meisten Spaß Fitnesskurse zu geben, Gäste zum Schwitzen zu bringen und sie am Ende natürlich mit hohem Endorphin-Ausstoß aus meinen Kursen zu verabschieden. Ebenso habe ich sehr viel Spaß daran immer wieder neue Menschen kennen zu lernen. Das Privileg, dort arbeiten zu dürfen, wo andere Urlaub machen ist natürlich ein Leckerchen, das man so schnell nicht wieder hergeben möchte.
Gibt es etwas, das Du vermisst?
Meine Familie!!! Zum Glück reist mir meine Familien zweimal im Jahr hinterher und wenn ich an Freunde denke, die im Ausland studieren oder arbeiten ist das doch das gleiche. Ich denke, es ist normal sich von der Familie abzunabeln um auf eigenen Beinen zu stehen. Wichtig ist, dass die Familie immer da sein sollte, im Herzen und in den Gedanken. Darum ist es für mich ganz wichtig den großen Kontakt zur Familie und zu Freunden aufrecht zu erhalten.
Hat Dich die Animation verändert?
Ja sehr stark sogar. Ich bin reifer geworden, offener und habe an Belastbarkeit dazu gewonnen. Ebenso habe ich gelernt mit sehr vielen verschiedenen Charakteren auszukommen. In einem Animationsteam trifft man auf die unterschiedlichsten Menschen aus den verschiedensten Regionen. Da ist es wichtig miteinander zu auszukommen. Schließlich wird man die kommenden 3, 6 oder 12 Monate miteinander leben und als Team funktionieren müssen.
Was machst Du an Deinem freien Tag?
Meistens verbringe ich meine Zeit außerhalb vom Hotel. Da kann ich dann wirklich richtig abschalten und mich vielleicht sogar ein bisschen wie ein Tourist fühlen. Ich miete zum Beispiel ein Auto und erkunde die Insel liege am Strand und genieße abends gute landestypische Küche in einem tollen Restaurant. Der krönende Abschluss nach so einem wohlverdienten freien Tag, ist dann noch ein wunderschöner Sonnenuntergang zu zweit in der Wahlheimat. Zu zweit? Ja, ich habe in der Animation meine große Liebe kennen gelernt. Das kann aber nur funktionieren wenn der Partner sehr tolerant ist oder den gleichen Job liebt.
Wie sieht Deine Zukunft aus? Für immer Animation? Kannst Du Erfahrungen aus der Animation für Dein späteres Leben nutzen?
Animation für immer? Ich denke diese Frage beantwortet sich von alleine. Natürlich kann man den Weg als Animateur nicht sein Leben lang gehen. Ich sage mir aber auch, dass ich diesen Job noch so lange machen werde wie er mir Spaß bringt. Sollte es irgendwann nicht mehr so sein, werde ich andere berufliche Wege einschlagen, die mit Sicherheit auch etwas mit Fitness, Wellness und vielleicht auch Tourismus zu tun haben könnten. Meine Erfahrungen, die ich bis jetzt in der Animationszeit sammeln konnte, wird mir keiner mehr nehmen können. Das sind Erfahrungswerte die weit über das „normale Leben“ in Deutschland hinausgehen. Ich sage immer 1 Animationsjahr sind ca. 2 Jahre normale Jahre in Deutschland. Man bekommt eine bessere Menschenkenntnis und legt jede Scheu ab auf Menschen zuzugehen. Animation ist kein 8-Stunden-Job. Daraus ziehe ich für mein späteres Leben auf jeden Fall Belastbarkeit und Ausdauer in allen Lebenslagen oder Lebensaufgaben. Aber abgesehen davon steht natürlich ein wahnsinniger Spaßfaktor im Vordergrund der einen für jeden Animationstag belohnt.
Qualitätsbeauftrage für den Club alltourini
unterwegs in Sachen Kinderanimation

Interview mit Barbara Mathá
- Qualitätsbeauftragte für die Kinderanimation im Club alltourini
- Wohnsitz: Mallorca
Wieso hast Du Dich für Kinderanimation entschieden?
Die Arbeit mit Kindern im Club ist super. Du kannst da deine Ideen einbringen, kreativ sein und soooo viel Spaß haben. Das Feedback von den Kids ist ehrlich und direkt, das find ich gut. Spätestens abends bei der Show merkst du, wie die Kleinen hinter dir stehen, selbst wenn du nicht auf der Bühne warst - du bekommst den meisten Applaus, weil die Kids dich lieben. Du wirst 1000mal fotografiert und später hängt das Foto in vielen Kinderzimmern an der Wand. Das fühlt sich ein bisschen an, als wärst Du ein echter Star.
Was gefällt Dir besonders an der Animation?
Du sammelst jede Menge Erfahrungen und nimmst das alles mit für dein Leben. Du lernst verschiedene Länder kennen, aber viel intensiver als ein Tourist. Du lernst die ein oder andere Fremdsprache (mein Spanisch hat sich toll entwickelt!), und du lernst (nicht nur auf der Bühne) auf eigenen Beinen zu stehen.
Warum bei alltours?
Testhalber habe ich auch mal bei anderen Reiseveranstaltern gearbeitet. Bin aber immer wieder zu alltours zurückgekommen. Das Zusammenarbeit stimmt einfach und es ist schön mit zufriedenen Gästen zu arbeiten. Ich finde alltours sehr familiär, und fühlte mich immer als Persönlichkeit wahrgenommen. alltours ist sehr professionell, ob bei der Ausbildung oder auch Weiterentwicklung, das finde ich gut.
Was ist die größte Herausforderung?
Die Arbeit im Team ist eine große Herausforderung. Das Team ist wichtig. Deine Kollegen werden zur Familie und zu Freunden. Anfangs ist es nicht leicht so eng mit den verschiedensten Menschen zu arbeiten, aber genau das verbindet und es entstehen tolle Freundschaften fürs Leben. Außerdem bringt jeder Tag neue Herausforderungen…ich kann mich noch genau daran erinnern, wie stolz ich war, als ich das erste Mal richtig sicher am Mikrophon war. Das Gefühl, nachdem du etwas scheinbar Unerreichbares geschafft hast, ist einfach unbeschreiblich.
Wie ging es nach der Kinderanimation für Dich weiter?
Irgendwann fühlte ich mich bereit für eine neue Aufgabe und habe eine interne Ausbildung zum Teamleiter gemacht. Teamleitung fand ich auch spannend. Du kannst deine Erfahrungen und dein Wissen in dein Team stecken. Aber die Kinder haben mich nie wirklich losgelassen…jetzt bin ich Qualitätsbeauftragte für den Club alltourini.
Was machst Du als Qualitätsbeauftragte?
Ich schule die Animateure, fahre durch die Clubs, um Fragen zu beantworten und Hilfestellung zu geben. Ich arbeite neue Programme aus und entwickle den Kinderbereich bei alltours weiter. Manchmal kann ich nicht widerstehen und dann mache ich einfach mal im Kinderprogramm bei den „kleinen Großen“ mit. Ich habe bei alltours meinen Traumjob gefunden.
Und Deine kleinen Gäste von den ersten Saisons?
„Die Kleinen“ von damals? - Die sind ganz schön groß geworden. Manche schreiben mir regelmäßig und ab und zu sieht man sich in einem Club… und der ein oder andere sitzt im Seminar für neue Animateure vor mir. Das ist cool!
Arbeiten, wo andere Urlaub machen
Meine 1. Saison als Animateur

Interview mit Michél Ochmann
- Animateur für Unterhaltung und Sport
- Club: Club alltoura Aqua Marine Resort, Kos
Wie bist Du zur Animation gekommen?
Direkt nach meinem Abitur habe ich mit dem Zivildienst angefangen. Viele meiner Freunde waren zu dieser Zeit im Ausland. Das wollte ich unbedingt noch nachholen, um einerseits Erfahrungen im Ausland zu sammeln und um andererseits meine Zeit zum Studium zu überbrücken.
Auf der Suche im Internet nach einer möglichen Variante im Ausland zu arbeiten bin ich auf die Animation bei alltours gestoßen und war sofort von dieser Idee begeistert. Die Internetseite mit all ihren Informationen über das Animationsleben hat mich sehr angesprochen und ich zögerte nicht lange und bewarb mich. Somit brachte ich den Stein ins Rollen und nun, ein paar Monate später, arbeite ich auf einer der schönsten Inseln Griechenlands.
Was hat Dich dazu bewegt Animateur für Unterhaltung und Sport zu werden?
Sport hat mich schon immer begeistert. Seit knapp 2 Jahren bin ich Halbmarathonläufer und nehme regelmäßig an Läufen teil. Des Weiteren habe ich in den letzten Monaten vor meiner Animationszeit meinen Zivildienst in einem Verein für Prävention und Rehabilitation abgeleistet, wo ich als Trainer für Fitness und Gesundheit tätig war. Gerade diese Erfahrungen haben mir den Einstieg in die Animation erleichtert. Teamwork, Belastbarkeit, Stressresistenz und vor allem soziale Aspekte wie Umgang mit jung und alt, die ich aus dieser Zeit mitnehmen konnte, helfen mir hier neben den erlernten sportlichen Kenntnissen sehr.
Wie wurdest Du auf Deinen Einsatz vorbereitet?
Bevor es für mich richtig losging, habe am einwöchigen Einsteigerseminar in einem alltours Club auf Mallorca teilgenommen.
Uns wurde viel Wissenswertes über das Animationsprogramm bei alltours beigebracht. Neben vielen theoretischen Stunden durften wir auch aktiv mit ins Geschehen eingreifen, sodass wir schon einmal in das Leben als Animateur reinschnuppern konnten. Insgesamt war diese Woche auf Mallorca für mich sehr hilfreich, da so vorab viele Fragen geklärt wurden. Außerdem bekam man einen ersten guten Einblick in die Aufgaben, die einen nur wenige Monate später im Zielgebiet erwarten.
Wie sieht ein Arbeitstag bei Dir aus?
Nach einem Meeting am Morgen starten wir um 10 Uhr mit unseren ersten Programmpunkten. Mein Vormittag besteht aus einem guten Sport-Mix wie z.B. Boccia, Volleyball, Dart oder Aqua Fit. Nach dem Aperitifspiel um 12 Uhr haben wir eine kurze Mittagspause, ehe wir um 14:30 Uhr mit unserem Tagesprogramm fortfahren. Am Nachmittag spielen wir dann meist Wasserball, Fußball, aber auch für die Gäste oft unbekannte Spiele wie Sjoelbak und Kubb, wovon wir die Gäste am Tagesende nur schwer trennen können.
Nach einer Pause am Nachmittag geht es dann am Abend mit der Kinderdisco um 20:30 Uhr weiter, bevor dann das Highlight des Abends um 21:30 Uhr folgt - die SHOWTIME. Danach unterhält man sich noch ein bisschen mit den Gästen und dekoriert die Bühne für das Abendprogramm am nächsten Tag um. Dazu gehört auch der Plakatwechsel für die anstehende Show.
Welche Aktivitäten zählen zu Deinen Aufgaben?
Neben den oben erwähnten Aktivitäten aus dem Sportprogramm fallen natürlich noch zahlreiche andere Aufgaben an.
Die Abendshows müssen vorbereitet werden, d.h. die Dekoration für die Bühne muss erstellt und aufgehängt werden. Zudem werden Requisiten und Kostüme gebastelt oder bereitgelegt.
Natürlich muss auch regelmäßig hinter der Bühne aufgeräumt werden und Sportmaterialien und Sportplätze werden stets auf Ihre Sicherheit überprüft, um nur einige weitere Aufgaben aus meinem Alltag zu nennen.
Was macht Dir am meisten Spaß an Deinem Job?
Es sind sehr viele Sachen, welche diesen Job für mich so erlebenswert machen. Man lernt hier einerseits äußerst viele nette Gäste und Kollegen kennen, mit denen man unzählig Spaß zusammen hat und eine tolle Zeit erlebt. Andererseits genieße ich es abends auf der Bühne zu stehen und Spaß zu haben. Sei es zu moderieren, zu tanzen oder in diverse Rollen zu schlüpfen, um die Gäste damit zu begeistern.
Und was war die größte Herausforderung in den ersten Tagen?
Die größte Herausforderung in den ersten Tagen war es, mich in einer fremden Umgebung zu Recht zu finden. Dies wurde mir jedoch von meinen Kollegen und den Hotelangestellten sehr leicht gemacht. Zum Glück hat das nicht sehr lange gedauert, sodass ich mich bereits nach nur wenigen Tagen bestens aufgehoben gefühlt habe.
Wie verbringst Du Deinen freien Tag?
Meinen freien Tag verbringe ich oft damit ein wenig zu entspannen, um fit zu sein für eine neue Woche in der Animation. Ich verbringe sehr viel Zeit am Strand mit meinem Ipod oder auch damit, die tollen Orte der Insel zu erkunden.
Manchmal nutze ich auch freie Tage um in Ruhe Texte für die Abendshows zu lernen. Das klappt bei mir am besten am Strand. Und wenn’s mir zwischendurch zu viel wird mit den ganzen Texten, dann spring ich einfach ins blaue Meer bei strahlender Sonne und genieße es hier zu sein.












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